Multizentrische Studie ermittelt die Wirksamkeit der SARS-CoV-2-Impfung gegen postakute Folgen von COVID-19

Die Pandemie der Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19), die durch einen weltweiten Ausbruch des schweren akuten respiratorischen Syndroms Coronavirus-2 (SARS-CoV-2) verursacht wurde, ist immer noch eine anhaltende Krise, die massive Auswirkungen auf das globale Gesundheitssystem und die Wirtschaft hatte . Mehrere Studien haben anhaltende COVID-19-Symptome über einen längeren Zeitraum beobachtet, und dieser Zustand wurde als postakute Folgeerscheinungen von COVID-19 (PASC) oder lange COVID bezeichnet.

Studien: Die Schutzwirkung der Covid-19-Impfung auf postakute Folgen von Covid-19 (pasc): eine multizentrische Studie eines großen nationalen Gesundheitsforschungsnetzwerks. Bildnachweis: Andreas Prott / Shutterstock

Hintergrund

Laut einer aktuellen Studie leiden bis zu 70 % der rekonvaleszenten Patienten viele Monate nach der Infektion an einer Vielzahl von Symptomen, darunter anhaltender Geschmacks- oder Geruchsverlust, Müdigkeit, Husten, Kopfschmerzen, Schmerzen und Kurzatmigkeit. Einige Patienten leiden nach Genesung von einer COVID-19-Infektion auch unter weitaus schwerwiegenderen Folgen, wie z. B. Komplikationen im Zusammenhang mit Lungen-, Nieren-, neurologischen, endokrinologischen und kardiovaskulären Systemen.

Die meisten Länder weltweit haben schnelle COVID-19-Impfprogramme initiiert, um Einzelpersonen vor einer SARS-CoV-2-Infektion zu schützen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die COVID-19-Impfung Personen wirksam vor einer Infektion geschützt und die Schwere der Krankheit verringert hat. Nicht viele Studien haben die Wirksamkeit der COVID-19-Impfung gegen PASC oder langes COVID bestimmt.

Eine neue Studie

Eine neue Studie veröffentlicht in Offenes Forum Infektionskrankheiten hat sich auf die Analyse der Wirksamkeit der COVID-19-Impfung gegen PASC konzentriert und dabei multizentrische Daten aus den gesamten USA verwendet. In dieser Studie erhielten die Wissenschaftler Daten von der Plattform des Forschungsnetzwerks TriNetX. Die Daten umfassten Nachbeobachtungsberichte von drei Monaten, dh vom 21. September 2020 bis zum 14. Dezember 2021, von Erwachsenen mit bestätigtem COVID-19.

Die Autoren dieser Studie erwähnten, dass sie Post-Follow-up-Ergebnisse vor dem 14. Dezember 2021 einbeziehen, um den Einfluss der SARS-CoV-2-Omicron-Variante in ihre Analyse zu vermeiden, die eine hohe Rate an Durchbruchinfektionen aufweist.

Wichtige Erkenntnisse

Wissenschaftler haben gezeigt, dass der COVID-19-Impfstoff Menschen wirksam vor der SARS-CoV-2-Krankheit schützen und die Sterblichkeit erheblich reduzieren kann. Wichtig ist, dass diese Studie zeigte, dass die Impfung die Wahrscheinlichkeit des Auftretens neuer oder anhaltender PASC-Symptome verringert hatte. Diese Ergebnisse implizieren, dass ungeimpfte Personen innerhalb von drei Monaten nach einer SARS-CoV-2-Infektion einem höheren Sterbe- und Morbiditätsrisiko ausgesetzt sind.

Die aktuelle Studie berichtete auch, dass Personen mit einer Durchbruchinfektion nach der COVID-19-Impfung ein geringeres Risiko haben, lange COVID- oder PASC-Symptome zu entwickeln, als die ungeimpfte Gruppe. Es zeigte sich, dass die Impfung zu einer schnellen Genesung von COVID-19 führt. Diese Ergebnisse stimmen mit früheren Studien überein, in denen berichtet wurde, dass die COVID-19-Impfung die Entwicklung schwerer Krankheiten verhinderte.

Die Autoren haben über einige der neuen Symptome im Zusammenhang mit PASC berichtet; Dazu gehören Diabetes und Bluthochdruck, die vor der COVID-19-Infektion nicht weit verbreitet waren. Es ist jedoch unklar, ob diese Zustände dauerhaft sind oder mit der Zeit heilen würden. Wissenschaftler gaben an, dass sie nicht ausschließen könnten, dass diese Erkrankungen bei Patienten nicht diagnostiziert worden sein könnten und die Post-COVID-19-Infektion beschleunigt haben könnten.

Die Wissenschaftler stellten auch die Hypothese auf, dass die COVID-19-Impfung die Entzündungsreaktion während der akuten Phase der Infektion reduziert und dies der Grund für eine niedrigere PASC-Rate in der geimpften Gruppe im Vergleich zur ungeimpften Gruppe sein könnte.

In dieser Studie wurde eine Unterrepräsentation des Impfstatus in den TriNetX-Daten beobachtet, d. h. Personen, die der Gruppe der Ungeimpften zugeordnet werden, könnten tatsächlich mit dem COVID-19-Impfstoff geimpft sein. Die Autoren gaben an, dass diese falsche Kategorisierung zu einer Unterschätzung der Wirksamkeit des COVID-19-Impfstoffs gegen PASC führen würde.

Einschränkungen

Die vorliegende Studie weist mehrere Einschränkungen auf, einschließlich der Einbeziehung von Daten aus elektronischen Krankenakten zur Analyse. Viele Personen mit leichten Symptomen haben möglicherweise keine medizinische Hilfe in Anspruch genommen oder einen Arzt konsultiert. Somit würden diese Daten in der elektronischen Patientenakte fehlen. Eine weitere von den Autoren hervorgehobene Einschränkung besteht darin, dass die tatsächliche Anzahl von PASC unter COVID-19-Patienten nicht bestimmt wurde, da asymptomatische COVID-19-Patienten nicht auf eine SARS-CoV-2-Infektion getestet wurden.

Die Forscher gaben auch an, dass der Kohortenstudie Einzelheiten zum Ausgang der COVID-19-Infektion fehlten; es enthielt nur Daten zum Impfstatus und zur bestätigten Infektion. Da es sich schließlich um eine Beobachtungsstudie handelt, konnte die Ursache für die Ergebnisse nicht abgeleitet werden.

Fazit

In dieser Studie berichteten die Autoren, dass die COVID-19-Impfung das Risiko des Auftretens von PASC oder langer COVID senkte. Die Ergebnisse dieser Studie bekräftigten die Bedeutung der COVID-19-Impfung zur Vorbeugung von PASC und zum Schutz vor einer schweren SARS-CoV-2-Infektion.

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